Ungebührlichkeit im Trainingsstudio…

Dieser Tage ist mir im Trainingsclub wieder was passiert, was den Missmut über die Männerwelt abermals vervielfacht hat.

Unglücke geschehen

Im Anschluss an dem Workout gehe ich recht gerne auf die Sonnenbank. In unserem Club ist der Vorgang so, dass man die Chipkarte an den Computer hält, die eigene Zeitdauer bucht und folglich die Kabine betritt. Ist das Lesedisplay zurzeit voll, kann man selber nicht einchecken. Nun, ich bin dann nach meinem Training in Richtung Münz-Mallorca spaziert, um mich wie vertraut einzubuchen. Da das Display anzeigte, dass die Brutzelbank leer stehen würde, und auch die Tür der Sonnenbank aufstand, buchte ich mich richtlinienmäßig ein. Als nächstes betrat ich die Maschine. Plötzlich steht hinter der Tür unmittelbar vor dem Spiegel eine Frau und entfernt ihre Schminke. Ich fragte demzufolge, ob sie evtl. verschlafen hat sich einzutragen. Sie verneinte und erwähnte, dass sie sich erst von der Schminke befreien wollte, und zusätzlich dass sie mit ihrem Gefährten synchron fertig sein wollte (Der Liebhaber stolzierte in Kiste zwei). Ich erklärte ihr, dass ich gerade eingebucht hätte und dass wir nun jemanden bestellen müssten, welcher die Buchung storniert. Sie lies mir nachher trotzdem den Vorzug, um uns den Aufwand zu ersparen.

DSCN4410

Vorhang auf für das Äffchen

Gleich wie ein ungestümer Primat fällt ihr Partner aus seiner Kabine und miemt umgehend den Badboy. Erstmal richtig niederträchtig dreinblicken und einen auf Alpha machen. “Gibt’s ein Problem?” knurrt er mit verkrampfter Miene. Seine Geschminkte beschrieb dem Deppen den Sachverhalt, was von ihm mit keinem Ton notiert wurde. Er starrte simpel wie ein Zirkusaffe. Ich bedankte mich nochmals bei der Tussi für den Vorzug und schlurfte in die Bräunungskammer. Kaum war die Eingangstür verschlossen, konnte ich das Äffchen rumraunzen hören: „Was will der idiot?“, „Du hättest den nicht vorlassen sollen!“, „Dann hat er halt Pech!“, „Jetzt sind 20 Minuten unseres Lebens weg!“ mi mi mi… Mitnichten nur, dass er kaum Sachkunde über einen zivilisierten Auftritt hatte, er definiert fernerhin noch das bescheuertste Tratschmaul. Ich käme zu keiner Zeit auf die Denkweise aus diesem Grund Palaver zu provozieren. Ein Missgeschick mag ja schließlich mal vorkommen. Unabhängig davon ist es nunmehr tatsächlich keine große Angelegenheit. Wie verzagt muss man dementsprechend sein? Und das auch noch von ‘nem Sportsmann. Ich befürchte, dass dieses Paradebeispiel Alles über die Herzlichkeit der Menschen aussagt. Zutiefst ärmlich…